Hannah’s Auslandsjahr in den USA – Teil 7

Begleite uns bei Hannah’s Auslandsjahr in den USA.

Sie wird uns ab und zu schreiben, wie sie mit ihrem Diabetes Typ 1 im Ausland klarkommt.

Wir sind gespannt auf ihre Geschichten. Und Du?

23. Juli 2022

Und so schnell ist es vorüber gegangen, mein Auslandsjahr kommt nun zu einem Ende.

Am 27. Mai haben die Sommerferien begonnen. Den ganzen Juni hatte ich unglaublich viel Spass. Meine Gasteltern haben sich fast schon darüber beklagt, dass ich nie zuhause war. Ich wollte diesen letzten Monat mit meinen Freunden noch ausnutzen und alles Mögliche mit ihnen erleben.

Am 1. Juli habe ich dann Corona bekommen. Ich bin sehr neidisch auf alle, die Covid leicht wegstecken, da es mich ziemlich erwischt hat. Für ein paar Stunden war ich sogar im Krankenhaus, da mein Blutzucker so verrückt gespielt hatte, dass Gastmutter befürchtete, ich würde nochmal eine Ketoazidose bekommen. Ich habe aber nur ein paar Infusionen erhalten, dann konnte ich wieder nach Hause gehen.

Die nächsten Tage fühlte ich mich ziemlich mies und mein Appetit ist immer noch nicht richtig zurück. Jedenfalls ist anfangs Juli meine Familie aus der Schweiz in die USA gekommen. Seither haben sie meine Gastfamilie und meine Freunde kennengelernt und wir sind viel herumgereist.

Am 20. Juli musste ich mich von allen verabschieden, womit ich immer noch sehr zu kämpfen habe. Aber selbstverständlich werde ich sobald wie möglich nach Mars, Pennsylvania zurückkehren. Ausserdem wollen mich viele meiner Freunde besuchen kommen! Eine gute Freundin von mir hat jetzt schon die Flugtickets gekauft. Im Dezember wird sie für eine Woche bei mir sein! Der Abschied war also eher weniger schön, dafür weiss ich, dass dies kein Abschied für die Ewigkeit war.

Momentan befinde ich mich mit meiner Familie in Washington, DC und in wenigen Tagen gehen wir nach New York City. Danach geht es zurück in die Schweiz. Ich werde insgesamt 11 Monate und 19 Tage in den USA verbracht haben. Dies war das grösste Abenteuer meines Lebens und ich bereue es kein bisschen, diese Entscheidung getroffen zu haben. Ab und zu war es sehr frustrierend, dass mein Diabetes immer auch dabei war. Aber schlussendlich hat jede schwierige Situation mich nur selbständiger gemacht.